Ein ganzes Jahrhundert Segelgeschichte

Der Segellogger Oban wurde 1905 in Emden unter dem Namen Marie für den Heringsfang gebaut. In Emden wurden damals viele Logger errichtet; doch inzwischen sind nur noch drei auf den Weltmeeren unterwegs. Das Schiff hatte keinen Motor und war zwei Meter kürzer. Die Fischerei-Nummer lautete AE 95, und sie segelte viel auf der Doggersbank.

Oban ex AE 95
Ab 1929 segelte sie mit Fracht über die Ostsee – von Marstal auf Aero in Dänemark. Später wurde das Schiff mit einem Motor ausgestattet (2-Takt-Hanseat). Ihr Name wurde dann in Ruth umgeändert. Der Eigner Hans Rasmussen verlängerte 1935 das Schiff um zwei Meter.

Cassens Werft Oban ex AE 95 1905

Was Whisky mit der Oban zu tun hat …

1970 bekam sie den Namen Sea Explorer. Sie hatte inzwischen einen Dieselmotor mit 250 PS. 1984 wurde sie nach Holland verkauft (und bekam den Namen Elektra) und wurde dort zum Charterschiff mit praktischer Fischermanntakelage umgebaut. Seitdem segelt sie auf der Ost- und Nordsee. Die heutigen Skipper und Eigner Olaf Broekstra und Jolan Kanters benannten das Schiff im Jahr 2000 Oban. Inspiration für diesen Namen waren ihre Kinder, ein Seeräubernest in Schottland und ein guter Single Malt Whisky. Und tatsächlich: Segeln auf der Oban schmeckt nach mehr!

Hanzestad Kampen; Heimathafen der Oban